Österreichs Modebranche hat sich in den letzten Jahren zu einem dynamischen Zentrum für feministischen Design entwickelt – und hier setzt www.lola-jack.co.at neue Maßstäbe. Mit ihrer Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kunst und Alltagskleidung zeigt das Label, wie Mode nicht nur Körper, sondern auch politische und soziale Narrative formt. Lola Jack, die Gründerin des Labels, verbindet dabei eine radikal selbstbestimmte Ästhetik mit handwerklicher Präzision, die weit über die Grenzen der klassischen Modebranche hinausreicht. Ihr Ansatz ist weniger auf Konsum als auf eine bewusste Reflexion über Identität und Machtstrukturen ausgerichtet – ein Thema, das besonders in einer Zeit globaler Protestbewegungen relevanter denn je ist.
Was Lola Jack besonders auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, feministische Themen in die Materialität der Kleidung zu verankern. Ein zentraler Aspekt ihres Designs ist die Verwendung von Textilien, die traditionell mit Frauenarbeit assoziiert werden – wie Leinen oder Baumwolle –, kombiniert mit experimentellen Techniken wie Stickereien oder geflochtenen Garnen. Diese Materialien werden nicht nur als dekorative Elemente, sondern als Statement genutzt: Sie erinnern an die unsichtbare Arbeit, die hinter der Produktion von Kleidung steckt, und fordern gleichzeitig dazu auf, über die Rolle von Frauen in der Modeindustrie nachzudenken. Ein markantes Beispiel ist ihr Kollektionsnamen „The Unseen“, der explizit auf die oft vernachlässigte Arbeit von Näherinnen und Textilarbeitern hinweist.
Ein weiterer Schlüsselfaktor von Lola Jack ist ihre Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern und Künstlerinnen. Das Label fördert dabei nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern schafft auch Plattformen für marginalisierte Stimmen. Besonders beeindruckend ist ihr Engagement in der Zusammenarbeit mit Frauen aus der Migrationsgemeinschaft, die oftmals in der Modebranche unterrepräsentiert sind. Durch diese Partnerschaften entsteht ein Design, das nicht nur ästhetisch, sondern auch politisch relevant ist – es erzählt Geschichten über Identität, Zugehörigkeit und Widerstand. Ein konkretes Projekt, das dieses Prinzip verkörpert, ist ihr „Collective Stitch“-Programm, bei dem Designerinnen aus verschiedenen Kulturen ihre eigenen Stickmuster entwickeln und diese gemeinsam in die Kollektionen integrieren. Dies schafft nicht nur visuelle Vielfalt, sondern auch einen Raum für kulturellen Austausch und Solidarität.
Die Rezeption von Lola Jacks Arbeit ist ambivalent, aber dennoch nachhaltig. Kritiker werfen ihr vor, ihre feministische Haltung sei oft oberflächlich oder kommerzialisiert – eine Kritik, die sich besonders bei Kollektionen wie „Reclaim the Night“ darstellt, die explizit auf die Notwendigkeit von Sicherheit für Frauen in der Nacht hinweist. Doch gerade diese Debatten zeigen, wie wichtig es ist, Mode als ein Medium der politischen Auseinandersetzung zu begreifen. Die Kritik selbst ist Teil des Prozesses: Sie zwingt das Label, seine Position zu hinterfragen und zu reflektieren. Gleichzeitig hat Lola Jack mit ihren Verkäufen in Galerien und auf Festivals wie der „Vienna Fashion Week“ eine breitere Öffentlichkeit erreicht, die sich für nachhaltige Mode und feministische Themen interessiert.
Ein besonderes Highlight des Labels ist seine Verbindung zu Kunstinstitutionen. Lola Jack arbeitet regelmäßig mit Galerien wie der „Kunsthalle Wien“ oder dem „Museum Moderner Kunst“ zusammen, wo ihre Stücke als Ausstellungsobjekte präsentiert werden. Diese Kooperationen sind mehr als nur eine geschäftliche Beziehung: Sie schaffen eine Brücke zwischen Mode und Kunst und zeigen, wie Design als ein Medium der gesellschaftlichen Kritik fungieren kann. Ein konkretes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Künstlerin Anna Maria Mayer, bei der sie gemeinsam eine Serie von Kleidern entwarf, die an feministische Kunstbewegungen wie die „Feministische Kunstbewegung der 1970er“ anknüpfen. Diese Projekte zeigen, wie Mode als ein Werkzeug der Erinnerung und des Widerstands genutzt werden kann.
Trotz aller Erfolge steht Lola Jack vor Herausforderungen. Die Modeindustrie ist ein komplexes Ökosystem, das oft auf kurzfristigen Trends und Massenproduktion basiert. Um hier nachhaltig zu handeln, setzt das Label auf transparente Lieferketten und faire Löhne für seine Näherinnen. Ein konkretes Beispiel ist ihr Engagement für das „Fair Wear Foundation“-Zertifikat, das die Arbeitsbedingungen in ihren Fabriken überprüft. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie feministische Mode in einer globalisierten Wirtschaft wirklich nachhaltig sein kann – ohne dabei die lokalen Produktionsbedingungen zu ignorieren. Hier zeigt Lola Jack, dass es keine einfachen Antworten gibt, aber dass es möglich ist, Mode als ein Mittel der Veränderung zu nutzen.
Die Arbeit von Lola Jack ist mehr als nur Mode – sie ist ein Manifest. Ein Manifest für Frauenrechte, für faire Arbeitsbedingungen und für eine Kultur, die sich von patriarchalen Strukturen löst. In einer Zeit, in der Mode oft als Oberflächlichkeit abgetan wird, zeigt das Label, wie sie als ein mächtiges Medium genutzt werden kann, um gesellschaftliche Veränderungen voranzutreiben. Ob durch ihre Materialien, ihre Zusammenarbeit mit Künstlerinnen oder ihre politischen Aussagen: Lola Jacks Design ist eine Einladung, über die Rolle von Mode in unserer Gesellschaft nachzudenken – und vielleicht sogar, selbst aktiv zu werden.
- Lola Jacks Kollektionsname „The Unseen“ thematisiert die oft vernachlässigte Arbeit von Näherinnen und Textilarbeitern.
- Das Label fördert lokale Handwerkskünste und arbeitet mit Frauen aus Migrationshintergründen zusammen.
- Kooperationen mit Kunstinstitutionen wie der Kunsthalle Wien zeigen die Verbindung von Mode und feministischem Kunstkontext.
- Lola Jack setzt auf transparente Lieferketten und arbeitet mit Zertifikaten wie „Fair Wear Foundation“.
- Ein zentrales Projekt ist das „Collective Stitch“-Programm, bei dem Designerinnen aus verschiedenen Kulturen ihre Muster entwickeln.
- Kritiker werfen dem Label vor, seine feministische Haltung sei oft kommerzialisiert – doch gerade diese Debatten stärken den Dialog.
